Glossar - Hilfreiche Begriffe kurz erklärt

Zur Erläuterung hier einige hilfreiche Begriffe, kurz und knapp vom Bundes-

ministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung erklärt:



BAFA

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle: Kompetenzzentrum für Außenwirtschaft, Wirtschaftsförderung und Energie. Im Rahmen des Programms "Energiesparberatung vor Ort" bezuschusst das BAFA die Beratung von Haus- und Wohnungseigentümern durch Ingenieure.

Bedarfsausweis

Der Energieausweis auf Bedarfsbasis berechnet den Energiebedarf eines Gebäudes aufgrund seiner Größe, der verwendeten Baumaterialien und der Anlagetechnik unter Normbedingungen. Diese Werte sind unabhängig von der Anzahl der Bewohner und deren Gewohnheiten.

BMVBS

Alle Zuständigkeiten des Bundes für verkehrliche und bauliche Infrastrukturen sind im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gebündelt. Als Innovationsministerium gibt das BMVBS Impulse für die Verkehrstechnologie und die Bauwirtschaft. In der Luftfahrt, in der Satellitennavigation, bei neuen Antrieben und Kraftstoffen, bei energiesparenden Bauweisen sorgen die Experten des Ministeriums für gute Rahmenbedingungen. Über die Kampagne zur CO2 -Gebäudesanierung informiert das BMVBS unter www.energie-fuer-morgen.de

CO²

Kohlendioxid (CO2 ) ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff, ein farb- und geruchloses Gas, das unter anderem bei der Verbrennung von Energieträgern erzeugt wird. Kohlendioxid ist ein wesentlicher natürlicher Bestandteil der Luft und im Gegensatz zum Kohlenmonoxid (CO) nicht toxisch. Kohlendioxid ist wegen der großen produzierten Mengen das wichtigste Treibhausgas, darüber hinaus tragen aber vielfach wirksamere Treibhausgase (Methan etc.) in sehr viel kleineren Mengen zum Klimawandel bei.

Endenergiebedarf

Gibt die nach technischen Regeln berechnete, jährlich benötigte Energiemenge für Heizung, Lüftung und Warmwasserbereitung an.

Energiebedarf und Energieverbrauch:

Der Energiebedarf ist ein rechnerisch standardisierter Gebäudekennwert, der unter normierten Randbedingungen (zum Beispiel Nutzerverhalten und Wetterbedingungen) ermittelt wird. Im Gegensatz dazu stellt der Energieverbrauch die gemessene Energiemenge für die Beheizung eines Gebäudes dar, die neben der energetischen Qualität des Gebäudes auch die unterschiedlichen Nutzungsgewohnheiten der Bewohner (Anwesenheit, Raumtemperaturen, Lüftungsverhalten etc.) und die aufgetretenen unterschiedlichen Witterungsverhältnisse während der Messperiode abbildet.

Energieberater

Energieberater sind Fachleute, die Gebäude energetisch bilanzieren und begutachten. Sie geben z.B. wichtige Ratschläge und Hinweise zu notwendigen Modernisierungsmaßnahmen.

Energieeinsparverordnung (EnEV 2007)

Die im Oktober 2007 novellierte Energieeinsparverordnung stellt Mindestan-

forderungen an den baulichen Wärmeschutz und die Effizienz von technischen Anlagen (zum Beispiel Heizungsanlagen) von neu zu errichtenden sowie von zu sanierenden oder zu ändernden Gebäuden. Als ordnungsrechtliches Instrument soll die Verordnung den Energiebedarf für die Beheizung von Gebäuden und die Warmwasserbereitung nachhaltig begrenzen. Durch die Zusammenlegung der Wärmeschutzverordnung 1995 und der Heizungsanlagenverordnung beruht das Einsparkonzept der EnEV auf zwei Säulen: dem baulichen Wärmeschutz wie Dämmung, Wärmebrücken, Luftdichtheit sowie den anlagentechnischen Komponenten für Heizung, Warmwasserbereitung, Kühlung, Raumkonditio-

nierung, Lüftung und Beleuchtung. In der EnEV gilt das Substitutionsprinzip: Bauherren können in gewissen Grenzen selbst entscheiden, ob sie die vorgeschriebenen Grenzwerte zum Beispiel über eine gute Dämmung oder eine besonders effiziente Heiztechnik erreichen. Außerdem enthält die EnEV Anforderungen hinsichtlich der Energieausweise für Gebäude.

Energieträger

Energieträger sind Substanzen, die bei ihrer Umwandlung (zum Beispiel Verbrennung) Energie abgeben. Aus Energieträgern kann direkt oder durch eine oder mehrere Umwandlungen die erforderliche Nutzenergie gewonnen werden.

Energieverbrauchskennwert (EVKW)

Unter dem Energieverbrauchskennwert versteht man einen Wert, der aus dem tatsächlichen Energieverbrauch der letzten drei Jahre ermittelt wird. Sodann werden, sofern sie das übliche Maß deutlich übersteigen, Wohnungsleerstände im Gebäude rechnerisch berücksichtigt und eine so genannte Witterungsbe-

reinigung des Verbrauchswertes vorgenommen. Mit der Witterungsbereinigung soll der ermittelte Energieverbrauch auf ein durchschnittliches Klima der letzten Jahre bezogen werden; damit wird der Einfluss von außergewöhnlichen Wetterverhältnissen wie besonders warme oder kühle Wintern sowie regionale Unterschiede ausgeglichen.

Grundsätzlich erlaubt auch der Energieverbrauchskennwert - wie auch der Energieausweis auf der Grundlage des berechneten Bedarfs - keine exakten Rückschlüsse auf den tatsächlichen Energieverbrauch.

Der Energieverbrauchskennwert ist ein spezifischer Wert pro Quadratmeter Gebäudenutzfläche nach EnEV und wird in kWh/(m2 a) angegeben.

Erneuerbare Energie

Solarenergie, Windkraft, Geothermie und Wasserkraft sind nach menschlichem Ermessen unerschöpfliche und sich immer wieder erneuernde Energieträger. Dazu zählt auch die nachwachsende Biomasse.

Gesamtenergiedurchlassgrad

Der Gesamtenergiedurchlassgrad ist das Maß für die Sonnenenergiedurch-

lässigkeit einer Verglasung.

KfW Förderbank

Die KfW Förderbank stellt privaten "Häuslebauern" Mittel für die Schaffung von Wohneigentum, die Sanierung und Modernisierung von Wohngebäuden sowie die Nutzung erneuerbarer Energien zur Verfügung.

Modernisierung

Als Modernisierung werden im Bauwesen Maßnahmen bezeichnet, die veraltete Ausstattungen eines Gebäudes durch zeitgemäße ersetzen und ergänzen und damit den Nutzwert erhöhen.

Perimeterdämmung

Perimeterdämmung wird die Wärmedämmung von erdberührten Bauteilen von Gebäuden und Bauwerken an ihrer Außenseite bezeichnet. Dabei kann es sich sowohl um die Dämmung unterhalb der Bodenplatte eines Gebäudes wie auch um die Wanddämmung einer im Erdreich eingebundenen Kelleraußenwand handeln.

Pimärenergiebedarf

Dieser bildet die Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes ab. Dabei wird neben dem Endenergiebedarf auch die sogenannte Vorkette (z.B. Gewinnung, Umwandlung) der jeweils eingesetzten Energieträger (z.B. Heizöl, Gas, Strom, erneuerbare Energien etc.) berücksichtigt. Je kleiner der Primärenergie-

bedarfswert ist, je höher ist die Energieeffizienz.

Thermosolaranlage

Mit einer Thermosolaranlage wird die Sonnenenergie direkt in nutzbare Energie umgewandelt. Eingesetzt wird sie zur Brauchwassererwärmung und/oder Heizungsunterstützung. Dadurch können die Heizkosten gesenkt und gleich-

zeitig der Wert einer Immobilie gesteigert werden.

Verbrauchsausweis

Der Energieausweis auf Verbrauchsbasis wird auf Grundlage des tatsächlichen Energieverbrauchs der letzten drei Jahre erstellt.

Wärmedämmung

Wärmedämmung erfolgt durch bauliche Systeme, um die Wärmeabgabe von Gebäuden an ihre Umwelt mit Hilfe von Dämmstoffen zu senken.

Wärmepumpe

Die Funktionsweise der Wärmepumpe ist im Prinzip identisch mit dem Kühlschrank. Während der Kühlschrank allerdings seinem Innenraum die Wärme entzieht und nach draußen abgibt, entzieht die Wärmepumpe dem Außen-

bereich die Wärme und gibt sie als Heizenergie an das Haus ab. Über Wärme-

tauschersysteme wird der Umwelt Wärme entzogen. Diese wird innerhalb des Gerätes in einem so genannten Kältekreislauf auf ein höheres Temperatur-

niveau gebracht und kann dadurch für Heizzwecke genutzt werden.

Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Berlin