Fachbuchtipps zum Thema Energieausweis
Der neue Energieausweis in der Praxis
Foto: WEKA Verlag
Merkschien, Ernst / Brieden-Segler, Michael
Der neue Energieausweis in der Praxis
Welchen Nutzen bringt der neue Energieausweis und wie wird er erstellt?
Reihe: Praxis-Check Architektur
Br., 106 Seiten, zahlr. Abb. + Tab.
ISBN 978-3-8277-1382-7
WEKA Verlag
29,- Euro, sofort lieferbar
Wer sich schnell in die Materie des Energieausweises einarbeiten will, der findet in der neuen Ausgabe des Praxis-Check von WEKA eine fundierte Wissensbasis. Knapp und sehr präzise beschreiben die beiden Autoren, die in Bielefeld ein Energiebüro betreiben, was der Praktiker wissen muß. Aussagekräftige Tabellen und Grafiken ergänzen den Text und machen die 106 Seiten starke DIN A4 Broschüre zu einem unverzichtbaren Nachschlagewerk in Sachen Energieausweis.
Besonders nützlich sind die Praxistipps und Hinweise, die sich jeweils am äußeren Seitenrand befinden und auf wichtige Sachverhalte aufmerksam machen. Sie bieten beim schnellen Durchblättern Orientierung, so dass man sich in Sekundenschnelle an der richtigen Textstelle befindet. Außerdem haben sich die Autoren die Arbeit gemacht, Berechnungsbeispiele anzuführen, so dass der Lösungsweg transpartent und nachvollziehbar wird.
Ein Aspekt, der so gut wie nie in der Debatte um den Energieausweis bzw. die Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinien vorkommt, ist der Blick auf Europa. Eine übersichtliche Grafik zeigt den Stand (Mai 2005) der einzelnen europäischen Mitglieder und macht deutlich, dass lediglich die angeführten vier Beispielländer Dänemark, Belgien, Niederlande und Portugal in der Umsetzung des Energieausweises etwas fortgeschritten sind. Deutschland ist Spitzenreiter in der Umsetzung, wird das gesetzte Ziel jedoch auch nicht in der vorgegebenen Zeit umsetzen können. Es bleibt also noch viel zu tun.
Auch Leute, die nicht aus dem Ingenieurfach kommen, aber trotzdem mit dem Energieausweis umgehen müssen, wie z. B. Immobilienmakler, Bankkaufleute oder andere kaufmännisch orientierte Berufe, finden sich gut zurecht, da alle Maßeinheiten, DIN Normen und Abkürzungen in einem Glossar erklärt werden.
Eine kleine Exkursion in Sachen Berufsaussichten unternimmt das Buch ebenfalls im letzten Kapitel, wo es die Frage stellt "Der Markt für Energieausweise - Ein Handlungsfeld für Architekten, Ingenieure und Handwerker?". Auf 7 Seiten kann das komplexe Thema, welche Auswirkungen der Energieausweis langfristig für die Tätigkeitsbereiche von Ingenieuren und Handwerkern hat, sicherlich nicht durchdiskutiert werden. Aber es gibt Denkanstösse, die jedem vor Augen führen, dass der Energieausweis ein Aufhänger sein kann, an den sich Anschlussaufträge koppeln lassen - vorausgesetzt man hat das Gespür für die Wünsche der Kunden.
Fazit: ein gelungenes Nachschlagewerk, das in kurzer Zeit technisch komplexe Vorgänge unkompliziert beschreibt.
Rezensiert von Hajo von Keßinger, Rechtsanwalt
Energieausweis - Das große Kompendium
Vieweg Teubner Verlag
(Hrsg.) Andreas Weglage
Energieausweis – Das große Kompendium
Grundlagen – Erstellung - Haftung
2. aktualisierte Auflage 2008
499 Seiten, 84 Abb., davon 17 farb., 47 Tab.
ISBN 978-3-8348-0443-3
Vieweg + Teubner Verlag
49,90 Euro, sofort lieferbar
Auf 499 Seiten wird der Begriff des „Energieausweis“ erschöpfend behandelt.
Das Buch richtet sich zugleich an Energieberater und Energieaussteller, Architekten und Ingenieure, Energieberater im Handwerk und Fachberater der Baustoffindustrie, Wohnungsbau- und
Wohnungsverwaltungsgesellschaften, Makler und Kaufleute der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft, Rechtsanwälte und Sachverständige. Lehrkräfte und Studierende des Bauwesens.
Es gliedert sich lehrbuchartig in 8 thematische Bereiche. Nach einer geschichtlichen Entwicklung des „Energieausweises“ zunächst in eine praktische Erstellung eines Energieausweises mit
anschließenden Berechnungsbeispiel eines nichtunterkellerten Einfamilienhaus mit nicht ausgebautem Dachgeschoss, Baujahr 1995. Gefolgt von baukonstruktiven Grundlagen wärmeumfassender
Gebäudehüllflächen, Gebäudetechnik, Bauwerkskenndaten und Typologien, Qualitätssicherung und rechtlichen Grundlagen, die neben den gesetzlichen Grundlagen insbesondere die vertragliche,
quasi-vertragliche und gesetzliche Haftung der beteiligten Personenkreise in einer praxisorientierten Darstellung erläutert.
Der 9 Teil wird kurz als Anhang bezeichnet, umfasst mit 42% bzw. 209 Seiten zutreffend einen für die praktische Handhabung wesentlichen Bereich ab.
Hier über bundesministerielle Regelungen, Typologisierungen von Gebäuden und Bauteilen nebst Umrechnungstabellen; generelle Hinweise zu nachträglichen Wärmeschutzmaßnahmen und deren
durchschnittliches Einsparungspotential, Übersichten zu Einheiten und Größen bzw. deren Symbole. Abschließend ein kurzgefasstes Lexikon wichtiger Begriffe des energiesparenden Bauens. Bei einem
weiteren Informationsbedarf verweist das gutgegliederte Sachwortverzeichnis ergänzend auf die entsprechenden Erläuterungen in den ersten Teilabschnitten.
Inhalt:
Schon die liebevolle Widmung „Für unsere Ehe- und Lebenspartner“ lässt Eingangs die mühevolle und gründliche thematische Darstellung erwarten, die durch die gut strukturierten Ausführungen der
engagierten Autoren gänzlich bestätigt wird.
Eine fulminante Lösung für einen den so vielfältigen Adressatenkreis, das jedem Leser auch dann den Stellen, an denen sonst nicht weiterlesen würde, die tatsächliche Mühe und Arbeit der anderen
Fachrichtungen veranschaulicht und an diese verständnisvoll herangeführt wird.
Fazit:
Das Buch hält, was es als Kompendium verspricht. Ein Handbuch zum Inbegriff „Energieausweis“ als inhaltlich umfassender Auszug und Zusammenführung eigenständiger wissenschaftlicher Disziplinen, die
praxisgerecht für eine vielfältige Zielgruppe gelungen zusammengestellt wurden ohne sich in Details zu verlieren.
Ein Buch zum „Energieausweis“, das jeden Leser gut befähigt, den Anforderungen der Praxis auf der Basis einer sachgerechten Umsetzung der EG-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden
gerecht zu werden. Es verdeutlich auch den Laien klar und einfühlsam die tatsächlich europäische Tragweite des „Energieausweises“.
Also ein Buch, dass jeder Praktiker auf seinem Schreibtisch griffbereit halten sollte.
Rezensiert von Hajo von Keßinger, Rechtsanwalt
Der Energieausweis für Gebäude
Haufe Verlag
Georg Hopfensperger/Stefan Onischke
Der Energieausweis für Gebäude
1. Auflage 2007,
Br., 229 Seiten, inkl. CD-ROM
ISBN 978-3-448-07262-4
Bestell-Nr.06328
Haufe Verlag
29,80 Euro, sofort lieferbar
Klappentext des Verlages:
Für Vermieter und Verkäufer von Immobilien hat die Energieeinsparverordnung 2007 weit reichende Konsequenzen: Ab sofort verlangt der Gesetzgeber von ihnen Energieausweise für Wohn- und Geschäftsräume
jeder Art. "Viele Eigentümer sind verunsichert", berichtet Georg Hopfensperger, der als freier Berater für den Haus- und Grundbesitzerverein München zahlreiche Anfragen zur neuen Regelung erhält.
"Schließlich geht es um viel Geld. Doch wer sich frühzeitig schlau macht, kann einiges sparen", weiß der Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht.
Gemeinsam mit dem Architekten Stefan Onischke hat Hopfensperger nun einen der ersten Ratgeber zum Thema verfasst. "Der Energieausweis für Gebäude" von Haufe erläutert dem Leser nicht nur umfassend
die neuen Vorgaben und führt ihn Schritt für Schritt zum Energieausweis. Er veranschaulicht Vermietern, Verwaltern und Eigentümern sämtliche Auswirkungen im Miet- und Wohnungseigentumsrecht - mit
vielen Fallbeispielen, Tipps und Handlungsanleitungen für ihre jeweilige Tätigkeit. Ein leicht verständliches Glossar erklärt technische Fachbegriffe wie Primärenergie-bedarf,
Wärmedurchgangskoeffizient oder Wirkungsgrad.
Auch die beiliegende CD-Rom liefert eine wertvolle Unterstützung. Neben der Energieeinsparverordnung 2007 enthält sie viele praktische Hilfsmittel wie Rechner, Formulare, Musterbriefe und
Übersichten. So lässt sich schnell überschlagen, ob für Objekte Sanierungsbedarf besteht, ob ein Bedarfsausweis gefordert oder auch ein Verbrauchsausweis zulässig ist; eine wichtige Frage, da
Ersterer rund das Zehnfache kostet.
Energieausweis und die neue EnEV
WRS Verlag
Fischer, Bernd/Hopfensperger, Georg/Pably, Sabine/Schneiderhan, Wolfgang
1. Auflage 2007
Kt., 228 Seiten, inkl. CD-ROM
Reihe: WRS aktuell
ISBN 978-3-8092-1827-2
39,80 Euro, sofort lieferbar
Klappentext des Verlages:
Die Energieeinsparverordnung tritt zum 1.10.2007 in Kraft. Allerdings gilt bis 1.10.2008 Wahlfreiheit zwischen dem bedarfs- und verbrauchsorientierten Pass. Zum 1.7.2008 ist
dann der Energieausweis für Wohngebäude bis Baujahr 1965 Pflicht, für Wohngebäude späterer Baujahre erst ab 1.1.2009 bzw. Nichtwohngebäude ab 1.7.2009.
Frühzeitiges Handeln lohnt sich doppelt, denn nur wer die gesetzlichen Übergangsvorschriften nutzt, kann noch zwischen dem günstigen Verbrauchsausweis und dem teueren Bedarfsausweis wählen und so
bares Geld sparen.
Der Titel »Energieausweis und neue EnEV« hilft Ihnen, die Neuregelungen sicher und kostengünstig umzusetzen.
Inhalte:
* Ausführliche Erläuterung der neuen Vorschriften und Berechnungsgrundlagen
* Praxisorientierte Erläuterung der neuen EnEV mit Auswirkungen im Miet- und Wohnungseigentumsbereich
* Der Energieausweis: Neue Pflichten für Eigentümer & Verwalter, Hinweise zu Ausstellung und Kosten sowie den Fristen und Übergangsregelungen
* Gegenüberstellung alte / neue Energieeinsparverordnung
* Auf CD-ROM und im Buch: Muster-Energieausweis, Wohnungseigentums-Beschlüsse, Musterschreiben und Checklisten
Rechtsgrundlagen der Energiewirtschaft
Nomos Verlag
Hrsg.): Herrmann, Bodo J.; Schweers, Elmar
Rechtsgrundlagen der Energiewirtschaft
8. Auflage 2008
307 Seiten
ISBN 978-3-8329-3160-5
Nomos Verlagsgesellschaft
19,80 Euro, sofort lieferbar
Ein Sonderheft "Kölner Miszellen zum Energierecht", Herausgegeben von den Mitgliedern des Instituts für Energierecht an der Universität zu Köln
Eine gelungene Gesetzessammlung nicht nur für Studierende. Gerade als Basissammlung und durch die gute Struktur vom EnWG über diverse Verordnungen hin zum Recht der priviligierten Energieträger, gute
als Nachschlagewerk geeignet. Enthalten ist hier bereits die Anreizregulierungsverordnung (ARegV) vom 29.10.2007, in Kraft getreten am 06.11.2007.
Eine Rechtsquelle die also bei der Normenvielfalt im Energierecht aktuell berücksichtigt werden sollte. Dies zumal weitere grundlegende Änderungen des eneriewirtschaftlichen Ordnungsrechts "in der
Pipeline" sind.
Rezensiert von Hajo von Keßinger, Rechtsanwalt